Der Earth Overshoot Day markiert den Tag, an dem die Menschheit mehr natürliche Ressourcen verbrauchen, als die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann. Am 10. Mai 2026 ist German Overshoot Day (deutscher Erdüberlastungstag) – der Tag ab dem wir hier in Deutschland „auf Pump leben“. Das heißt: Wir greifen ab diesem Zeitpunkt auf Ressourcen anderer Regionen und zukünftiger Generationen zurück.
Wir nehmen diesen Tag zum Anlass, um hinzuschauen, umzudenken und uns bewusst zu machen, was wirklich zählt. Denn mehr Nachhaltigkeit in Alltag, Beruf und als Gesellschaft heißt nicht zwingend Verzicht und weniger Lebensfreude – im Gegenteil: nachhaltig leben zeigt uns oft Neues und kann glücklich machen! Also, packen wir’s an und richten den Fokus auf all das, was uns und dem Planeten guttut! #machtunsglücklich
… gemeinsam finden, was glücklich macht – und nebenbei die Welt ein bisschen besser machen!
Wir sind davon überzeugt: was wirklich glücklich macht, das kostet nicht die Welt oder kostet die Welt zumindest weniger als viele andere Dinge! Ein gemeinsames Büchertausch-Event, ein regionales, vegetarisches Frühstück im Kolleg*innenkreis, gemeinsam einen Firmengarten anlegen, mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren.
Teilt mit uns eure Aktionen und was euch glücklich macht – postet es bis zum 10.05. auf Instagram oder LinkedIn unter #machtunsglücklich, schickt uns eure Infos an info@greenteams-netzwerk.eco oder füllt unser Formular aus.
Inspiriert mit eurem Green Team andere und zeigt zum deutschen Erdüberlastungstag, was euch glücklich macht:
Der globale Erdüberlastungstag markiert den Punkt, ab dem wir ökologisch betrachtet auf Kosten der nächsten Generationen leben. Der Earth Overshoot Day markiert den Tag, an dem wir Menschen alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht haben, die uns die Erde innerhalb eines Jahres zur Verfügung stellen kann.
Die Folgen dieses ökologischen Defizits sind bereits heute sichtbar:
Seit den 1970er-Jahren fällt der Erdüberlastungstag immer früher ins Jahr. 2025 lag er auf dem 24. Juli, 2026 wird er voraussichtlich erneut im Juli oder August liegen. Das zeigt: Die Menschheit verbraucht aktuell mehr Ressourcen, als die Erde langfristig bereitstellen kann – und das Defizit wächst Jahr für Jahr.
Neben dem globalen Erdüberlastungstag gibt es auch länderspezifische „Country Overshoot Days“. Diese zeigen, an welchem Tag der Erdüberlastungstag läge, wenn alle Menschen weltweit so leben würden wie die Bevölkerung eines bestimmten Landes.
Ein früher Country Overshoot Day bedeutet:
Ein späterer Termin deutet dagegen auf einen vergleichsweise nachhaltigeren Ressourcenverbrauch hin. Die Berechnung basiert auf der Frage: Wie viele Erden wären nötig, wenn alle Menschen so leben würden wie in diesem Land? So wird sichtbar, wie unterschiedlich der Ressourcenverbrauch weltweit verteilt ist – und welche Verantwortung einzelne Länder für die globale Übernutzung tragen.
Der Erdübernutzungstag steht in direktem Zusammenhang mit dem Konzept der „planetaren Grenzen“. Diese beschreiben die ökologischen Belastungsgrenzen der Erde – also den sicheren Handlungsspielraum für die Menschheit. Werden diese Grenzen überschritten, steigt das Risiko für schwerwiegende Umweltveränderungen wie Klimawandel, Artensterben oder den Verlust fruchtbarer Böden.
Der Erdübernutzungstag macht diese abstrakten Grenzen konkret: Er zeigt jedes Jahr aufs Neue, dass wir uns außerhalb des sicheren Bereichs bewegen – und zwar immer früher im Jahr. Aktuell übersteigt die globale Nachfrage die regenerative Kapazität der Erde um etwa 78%.
Bild Quelle: https://helmholtz-klima.de/planetare-belastungs-grenzen
Das Global Footprint Network errechnet den Erdüberlastungstag für jedes Land und für die gesamte Erde mithilfe des ökologischen Fußabdrucks. Dabei wird analysiert, wie viel standardisierte Flächeneinheiten etwa für Essen, Holz, die Aufnahme des menschengemachten CO2 sowie Straßen und Häuser der Einwohner*innen nötig sind und bezieht die Kapazität der Erde ein, Ressourcen aufzubauen sowie Müll und Emissionen aufzunehmen.
Die Berechnung basiert auf zwei zentralen Größen:
Biokapazität der Erde: Wie viele Ressourcen die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann. Ökologischer Fußabdruck der Menschheit: Wie viele Ressourcen wir verbrauchen.
Der Erdübernutzungstag ergibt sich aus folgender Formel:
(Biokapazität / Ökologischer Fußabdruck) × 365 Tage
Das Ergebnis zeigt, wie viele Tage die Erde ausreicht, um den jährlichen Bedarf der Menschheit zu decken. Der Rest des Jahres entspricht dem „Overshoot“. Die Daten stammen aus den National Footprint and Biocapacity Accounts, die jährlich aktualisiert werden und auf UN-Daten basieren. Wichtig: Der genaue Tag ist eine Annäherung, aber ein sehr aussagekräftiger Indikator für das Verhältnis zwischen menschlichem Verbrauch und den natürlichen Grenzen der Erde. Das Ergebnis wird jährlich anhand neuer Daten und genauerer Messmethoden aktualisiert.
Das Ziel ist klar: Den Erdübernutzungstag wieder Richtung Jahresende verschieben – idealerweise auf den 31. Dezember.
Dafür braucht es massive Veränderungen auf verschiedenen Ebenen:
Politik & Wirtschaft
Städte & Infrastruktur
Individuelles Verhalten
Schon kleine Veränderungen können hier eine große Wirkung haben: Wenn globale Emissionen sinken oder Ressourcen effizienter genutzt werden, verschiebt sich der Overshoot Day messbar nach hinten. Jeder Tag zählt – und jeder Beitrag hilft, die ökologische Schuldenlast zu verringern.
Quelle Inhalt und Bilder: https://overshoot.footprintnetwork.org
Du willst dich mehr informieren? Super! Hier findest du einige Links rund um den Earth Overshoot Day:
https://overshoot.footprintnetwork.org https://www.footprintnetwork.org https://helmholtz-klima.de/planetare-belastungs-grenzen https://www.bundesregierung.de/breg-de/nachhaltigkeit/nachhaltigkeitspolitik/deutsche-nachhaltigkeitsstrategie-318846
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