Blog UNCATEGORIZED Green Teams Netzwerktreffen 2026: Gemeinsam mutig, gemeinsam wirksam! Zwei Tage voller Mut und Gemeinschaft! Am 29. und 30. Oktober kamen in Berlin Green Teams und engagierte Mitarbeitende aus ganz Deutschland zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, neue Ideen zu entwickeln und sich gegenseitig den Rücken zu stärken. Beim diesjährigen Green Teams Netzwerktreffen wurde einmal mehr deutlich, wie viel entstehen kann, wenn Menschen gemeinsam Nachhaltigkeit voranbringen. Wir nehmen euch mit durch zwei Tage voller spannender Begegnungen, inspirierender Impulse und jeder Menge Tatendrang! 1 29. Oktober: Ein Auftakt mit vielen neuen Perspektiven 15:00 Uhr – Berlin. Es geht los! Schon einen Tag vor dem eigentlichen Netzwerktreffen kommen die ersten Teilnehmenden zu unserem Pre-Conference-Workshop-Tag zusammen. An gleich zwei Standorten, bei TheDive und Meeet, stehen verschiedene Workshops auf dem Programm. Eine schöne Gelegenheit, schon vorab neue Menschen kennenzulernen und gemeinsam in die Themen einzusteigen. 2 16:00 Uhr – Ab in die Workshops! Und die Auswahl ist vielfältig: Bei Jan Zöller geht es unter dem Titel „Standfest im Sturm“ um den Umgang mit Herausforderungen. In einem weiteren Workshop zeigen Isabel Prugger und Jasmin Scharrer von Ohne Furcht und Tadel, wie Gespräche mit Skeptiker*innen gelingen können. Wer lieber draußen unterwegs ist, kann bei einem Spaziergang rund um das Naturkundemuseum die Stadtökologie Berlins erkunden und mehr über die Auswirkungen des Klimawandels erfahren. Am zweiten Standort geht es unter anderem mit Tim Riedel in die „Climate Business Challenge“. Lisa Buddemeier widmet sich dem Thema „Sprechen & Zuhören“. 19:00 Uhr – Zeit für ein gemeinsames Abendessen! Nach den Workshops bietet der Abend Gelegenheit, die Gespräche fortzusetzen und sich in entspannter Atmosphäre besser kennenzulernen. Denn oft sind es gerade die Begegnungen abseits des offiziellen Programms, aus denen später neue Ideen und Kooperationen entstehen. 3 30. Oktober: Mut und Gemeinschaft im Mittelpunkt 08:30 Uhr – Diakonie Deutschland, Berlin. Der große Tag ist da! Nach und nach treffen die Teilnehmenden ein. Es werden Namensschilder verteilt, erste Gespräche geführt und bekannte Gesichter begrüßt. Für manche ist es das erste Green Teams Netzwerktreffen, andere sind schon zum wiederholten Mal dabei. 09:00 Uhr – Herzlich willkommen! Nach der Begrüßung starten wir mit einem interaktiven Kennenlernen. Schließlich soll heute nicht nur zugehört, sondern vor allem miteinander gesprochen werden. Bewegung und gemeinsames Lachen helfen dabei, schnell miteinander in Kontakt zu kommen. 4 09:30 Uhr – Wie viel Mut braucht Engagement? Auf der Bühne nehmen Esin Rager, Gründerin der Teemarke samova und ehemalige Vizepräsidentin des FC St. Pauli, Katharina Reuter vom Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft (BNW) und Karsten vom Bruch Platz. In unserer Fishbowl „Engagement zwischen Mut und Risiko“ sprechen die drei darüber, was es bedeutet, sich für Veränderung einzusetzen. Denn wer Nachhaltigkeit in Unternehmen voranbringen möchte, braucht manchmal einen langen Atem. Widerstände gehören dazu, genauso wie die Frage, wie weit man mit dem eigenen Engagement gehen kann oder möchte. „Ich hab viele Leute kennengelernt, die sich alleine gefühlt haben und dann ist mir klar geworden: Wenn sich so viele alleine fühlen, sind sie gar nicht alleine.“ – Karsten vom Bruch 5 12 Stationen, jede Menge Ideen! 11:00 Uhr – Das Ideenforum startet! Jetzt sind die Teilnehmenden selbst gefragt. An zwölf Stationen werden ganz unterschiedliche Projekte, Konzepte und Fragestellungen vorgestellt. Und vor allem gemeinsam weitergedacht! Wie vielfältig Nachhaltigkeitsengagement sein kann, zeigt beispielsweise Nico Tucher von WEtell. Das Mobilfunkunternehmen setzt sich nicht nur für eine nachhaltigere Telekommunikationsbranche ein, sondern ermöglicht gemeinsam mit der Bahnhofsmission auch Menschen ohne festen Wohnsitz durch Mobilfunk-Gutscheine den Zugang zu Kommunikation. Denn Nachhaltigkeit bedeutet auch soziale Teilhabe. 6 An anderen Stationen geht es um Demokratiebildung am Arbeitsplatz, Gemeinwohlökonomie oder die Frage, wie sich mehr Grün in unsere Städte bringen lässt. Carsten Holtmann von Citizen Forests zeigt dabei, welche Möglichkeiten gemeinschaftliche Aufforstungsprojekte bieten. Auch die Climate Business Challenge, nachhaltige IT und die Kraft der Gemeinschaft stehen auf dem Programm. An den Stationen wird diskutiert, nachgefragt und gemeinsam an Ideen gearbeitet. Wer bereits Erfahrungen mitbringt, kann diese teilen. Wer gerade erst ein Projekt plant, bekommt wertvolle Anregungen von anderen. Das Schöne daran: Hier treffen Menschen aufeinander, die aus ganz unterschiedlichen Bereichen kommen, aber oft vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Und manchmal braucht es nur ein einziges Gespräch, um mit einer neuen Idee nach Hause zu gehen. 7 12:30 Uhr – Mittagspause! Zeit, sich zu stärken und die Gespräche fortzusetzen. Gleichzeitig können die Teilnehmenden die eingereichten Projekte für den diesjährigen Greeny Award kennenlernen und mit Klebepunkten ihre Favoriten markieren. Insgesamt 14 Projekte sind im Rennen um die Auszeichnung und alle hätten sie verdient – keine leichte Entscheidung… Entdecke Projekte von Green Teams 8 Von Impro-Theater bis Nachhaltigkeits-Bullshit-Bingo 13:30 Uhr – Die Workshops stellen sich vor! In kurzen Pitches bekommen alle einen Vorgeschmack auf das anschließende Programm. Die Entscheidung fällt gar nicht so leicht, denn die Themen könnten unterschiedlicher kaum sein. 13:45 Uhr – Erste Workshoprunde! Besonders spannend wird es beim Thema KI und Nachhaltigkeit. Anita Schüttler von neuland zeigt, dass hinter unseren digitalen Anwendungen eine enorme Infrastruktur steckt. Rechenzentren verbrauchen Energie und Ressourcen, ihre Auswirkungen betreffen aber auch die Menschen vor Ort. Der Workshop macht deutlich, warum wir die ökologischen und sozialen Folgen künstlicher Intelligenz stärker in den Blick nehmen müssen. Andere Teilnehmende beschäftigen sich damit, wie Geschichten Menschen für Nachhaltigkeit begeistern können, wie sich Resilienz stärken lässt oder wie man Nachhaltigkeit aus dem Besprechungsraum direkt ins Team bringt. Beim Impro-Theater wird außerdem ausprobiert, wie sich neue Perspektiven auf die Zukunft entwickeln lassen. 9 14:30 Uhr – Runde zwei! Jetzt wird unter anderem der Mut-Muskel trainiert. Im Workshop zur Aktionskunst geht es darum, mutig zu werden und Veränderungen selbst anzustoßen. Beim Nachhaltigkeits-Bullshit-Bingo stehen dagegen die typischen Verzögerungsargumente im Mittelpunkt, mit denen Green Teams in Unternehmen immer wieder konfrontiert werden. Weitere Workshops beschäftigen sich mit den Handlungsmöglichkeiten von Green Teams in der Industrie, der Professionalisierung ihrer Arbeit und der gemeinsamen Weiterentwicklung unseres Netzwerks. Dabei wird auch eine zentrale Frage deutlich: Wie gelingt es, Nachhaltigkeit so im Unternehmen zu verankern, dass sie nicht allein von einzelnen besonders engagierten Personen abhängt? Denn wirkliche Veränderung entsteht dort, wo Menschen aus unterschiedlichen Abteilungen Verantwortung übernehmen und Nachhaltigkeit zum Bestandteil ihrer täglichen Arbeit machen. 10 Greeny Award 2026: Bühne frei für engagierte Mitarbeitende! 15:30 Uhr – Jetzt wird es spannend! Die Verleihung des Greeny Awards steht an. 14 Projekte aus ganz unterschiedlichen Unternehmen und Organisationen haben sich in diesem Jahr um die Auszeichnung beworben. Sie zeigen, mit wie viel Kreativität und Engagement Mitarbeitende Nachhaltigkeit in ihrem Arbeitsumfeld voranbringen. Am Ende dürfen sich drei Projekte über die ersten Plätze freuen: 11 1. Platz: Tokendash – neuland Wie viel CO₂ verursacht eigentlich die Nutzung künstlicher Intelligenz? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Green Team „Agentic Ökonomie und Ökologie“ von neuland – Büro für Informatik GmbH. Das Team hat mit „Tokendash“ ein Dashboard entwickelt, das die CO₂-Emissionen und Kosten von KI-Anwendungen sichtbar macht. Das Tool ist als Open-Source-Lösung angelegt und kann damit auch von anderen Organisationen genutzt werden. Damit greift das Team ein Thema auf, das auch im Workshop von Anita Schüttler deutlich wurde: Der Einsatz künstlicher Intelligenz hat einen ökologischen Fußabdruck, den Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation berücksichtigen sollten. Zum Projekt 12 2. Platz: Green Theatre Project – Unikliniken Köln Dass Nachhaltigkeit nicht nur der Umwelt, sondern auch den Finanzen zugutekommen kann, zeigt das „Green Theatre Project“ der Unikliniken Köln. Das interdisziplinäre Team setzt sich dafür ein, den besonders ressourcenintensiven OP- und Intensivbereich klimafreundlicher zu gestalten. Dabei nimmt es ganz konkrete Abläufe unter die Lupe. Allein durch einen veränderten Umgang mit der Narkosegasabsaugung besteht laut Projektvorstellung ein jährliches Einsparpotenzial von rund 48 Tonnen CO₂ und 99.000 Kilowattstunden Energie. Auch der Einsatz von Mehrweg-SpO₂-Sensoren bietet wirtschaftliches Potenzial: Einer Investition von rund 20.000 Euro stehen demnach mögliche jährliche Einsparungen von über 122.000 Euro gegenüber. Das Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie Mitarbeitende durch ihr Fachwissen und ihre eigenen Ideen Veränderungen anstoßen können. Zum Projekt 13 3. Platz: Sustainability Workshops – TIGER Coatings Manchmal reichen schon 15 Minuten, um etwas anzustoßen! Die TIGER Green Crew des Beschichtungsherstellers TIGER Coatings hat ein Workshopformat entwickelt, mit dem Mitarbeitende im Arbeitsalltag für Nachhaltigkeit sensibilisiert werden. In mehr als 60 kurzen Workshops wurden bereits Kolleg*innen erreicht. Die Themen reichen vom CO₂-Fußabdruck des Unternehmens bis zum Energieverbrauch in der Produktion. Statt langer Vorträge setzt das Team auf direkten Austausch und konkrete Handlungsmöglichkeiten. Zum Projekt 14 Herzlichen Glückwunsch an die drei ausgezeichneten Teams! Aber auch allen anderen Projekten gilt unser großer Dank. Jede Einreichung macht sichtbar, wie engagierte Mitarbeitende mit eigenen Ideen Veränderungen anstoßen können. Vielen Dank auch an gruenmeliert und Green Boarder, die den Greeny Award in diesem Jahr als Sponsoren unterstützt haben! 15 Was nehmen wir mit? 16:10 Uhr – Gemeinsam zurückblicken. Nach der Preisverleihung ist noch einmal die gesamte Community gefragt. Bei einer interaktiven Abschlussrunde werden Erkenntnisse aus dem Tag gesammelt. Welche Ideen nehmen wir mit? Was möchten wir im eigenen Unternehmen ausprobieren? Und wie können wir uns auch nach dem Netzwerktreffen gegenseitig unterstützen? Eines ist jedenfalls klar: Nachhaltigkeit in Unternehmen voranzubringen, ist keine Aufgabe für Einzelkämpfer*innen. Es braucht nicht immer eine eigene Nachhaltigkeitsabteilung, um Veränderungen anzustoßen. Oft beginnt es mit Mitarbeitenden, die in ihrem jeweiligen Arbeitsbereich Verantwortung übernehmen und andere mit ins Boot holen. Ob in der Produktion, im Einkauf oder in der Kommunikation: Überall gibt es Möglichkeiten, etwas zu verändern. Umso wertvoller ist es, Menschen an seiner Seite zu wissen, die ähnliche Ziele verfolgen und ihre Erfahrungen teilen. 16:30 Uhr – Abschied nehmen. Langsam geht das Netzwerktreffen zu Ende. Es bleibt die Vorfreude auf das Wiedersehen und natürlich die Hoffnung, dass aus möglichst vielen der Gespräche neue gemeinsame Projekte entstehen! Danke für zwei großartige Tage! Unser größter Dank gilt allen Teilnehmenden, die nach Berlin gekommen sind und dieses Netzwerktreffen mit Leben gefüllt haben. Danke an unsere Speaker*innen und Workshopgebenden sowie an alle, die im Ideenforum ihre Projekte und Ideen vorgestellt haben. Ohne eure Beiträge wäre dieses vielseitige Programm nicht möglich gewesen! Danke auch an Zackes Brustik, der uns mit seiner Moderation durch den Tag des Main-Events geführt hat. Ein besonderer Dank geht auch an unsere Kooperationspartner KATE, Diakonie und TheDive. Insbesondere der Diakonie und TheDive danken wir dafür, dass wir ihre Räumlichkeiten nutzen durften. Und natürlich möchten wir uns bei allen bedanken, die sich in unserer Video-Ecke vor die Kamera gewagt haben. Danke auch an Jan Störkel für die Umsetzung! Die ersten Clips sind bereits geschnitten und werden in den nächsten Tagen mit den Beteiligten geteilt. Übrigens: Bei unserem allerersten Netzwerktreffen waren gerade einmal 14 Menschen dabei. Im vergangenen Jahr waren es schon 45 und in diesem Jahr haben wir die 90 geknackt! Wenn das so weitergeht, müssen wir uns für 2027 wohl noch etwas größere Räume suchen. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Green Teams Netzwerktreffen! 16 17 Alle Bilder vom Netzwerktreffen Du möchtest noch einmal durch die schönsten Momente stöbern oder dir einen Eindruck vom Netzwerktreffen verschaffen? Alle Fotos findest du auf unserer Community-Plattform in der Cloud der Gruppe „Netzwerktreffen“. Noch nicht dabei? 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